RAUS AUS DER SCHUBLADENFALLE!

Handy auseinander genommen

Juni 2018: Heute ist Weltumwelttag – Anlass, einmal Klimawandel und den Plastikmüll in den Ozeanen kurz beiseite zu schieben und auf ein liebgewonnenes Spielzeug zu blicken. Das Smartphone. Denn, wer diese Geräte richtig nutzt, hilft, Umweltverschmutzung zu verringern.

Alle zwei Jahre bekomme ich ein neues Diensthandy. Und freue mich, wenn ich die Schachtel öffne, der Deckel sanft nach oben rutscht und ich die neueste Version des edlen Teils aus der Verpackung hebe. Das alte Smartphone? Schnell vergessen. Abgegeben oder abgelegt – aus dem Sinn. Und das geht nicht nur mir so: Fast 23 Millionen Smartphones haben die Deutschen im vergangenen Jahr gekauft. Gleichzeitig lagen 124 Millionen Geräte in deutschen Schubladen. Viele von ihnen noch voll funktionstüchtig oder nur mit geringen Schäden. Dabei sind diese Geräte wertvoll! (pdf, 243.5 KB)

125 Milligramm Silber, 25 Milligramm Gold, 9 Gramm Kupfer und kleine Mengen von Palladium und Platin können pro recyceltem Gerät zurückgewonnen werden. Warum diese Rohstoffe verschwenden? Warum nicht Smartphones in der Familie weitergeben oder doch nochmal selbst nutzen? Mit ein paar ziemlich einfachen Tipps kann jeder die Lebensdauer seines Smartphones erheblich verlängern. Der Evergreen ist dabei natürlich die Handyhülle. Sie schützt das Smartphone vor dem Schaden Nummer eins, dem gebrochenen Display. An zweiter Stelle der besten Tipps steht das leidige Thema „Aufladen“: Den Akku über Nacht aufzuladen ist eine der häufigsten Smartphone– und Umwelt-Sünden. Denn die lange Ladezeit führt zu einer sogenannten Erhaltungsladung. Der Akku wird, auch wenn er bereits zu 100 Prozent geladen ist, konstant weitergeladen, um geringe Verluste auszugleichen. Das schadet dem Smartphone-Akku und verbraucht zudem unnötig Strom. Besser ist es, den Akku kontrolliert aufzuladen, sobald der Ladestand etwa 35 Prozent beträgt.

Auch das Lagern des Handys zusammen mit Schlüsseln und Geld schadet ihm, denn wer will schon ein Handy mit hässlichen Kratzern oder Macken haben? Ebenso reagiert das Display allergisch, wenn es mit Glasreiniger geputzt wird – beides also besser lassen, wie mir die sogenannte Computerhilfe der Telekom auf Nachfrage nahegelegt hat. (Weitere Expertentipps für ein langes Smartphone-Leben gibt es bei diesem Beratungsservice übrigens auch: www.telekom.de/computerhilfe.)

Was tun, wenn das Handy kaputt ist?

Irgendwann passiert es aber vielleicht doch: Der Akku ist defekt, das Display gesprungen, oder das Smartphone funktioniert überhaupt nicht mehr. Darüber habe ich mit unserer Nachhaltigkeitsexpertin Cornelia Szyszkowitz gesprochen. Und dabei gelernt, dass die Telekom ein ganzes Bündel an Maßnahmen anbietet, mit dem sie dabei hilft, dass Kunden ihre Smartphones länger nutzen und sinnvoll weitergeben können. Die Telekom schafft damit einen möglichst nachhaltigen Kreislauf.

Neben der schon genannten Computerhilfe kooperiert die Telekom mit dem Startup Reparando, einem Dienstleister für Handyreparaturen. Dessen Experten kommen direkt nach Hause und ins Büro und reparieren Smartphones zu fairen Preisen. Bequemer geht’s kaum. Geräte, die noch in einem guten Zustand sind, kauft zum Beispiel der Ankauf-Service der Telekom online oder im Shop. Die Telekom kümmert sich dabei darum, dass auch wirklich alle Daten nach dem neusten Stand der Technik vom Gerät gelöscht werden. Solche Smartphones werden in der Regel aufbereitet und weiterverkauft.

Wenn ein Handy endgültig aussortiert wird, kann es kostenlos an das Handysammelcenter der Telekom gesendet werden. Über das Onlineportal können ganz einfach auch Sammelboxen bestellt und eigene Sammelaktionen gestartet werden. Die so gesammelten Geräte werden entweder aufbereitet und weitergenutzt oder recycelt. Die Telekom spendet aus den Erlösen des Verkaufs und des Recyclings an gemeinnützige Organisationen.

Jeder kann zum Umweltschutz beitragen

Ich ahne schon, was jetzt kommt: Der Vorwurf, dass die Telekom als Provider das Smartphone-Karussell selbst anschiebt und die Maßnahmen für einen verbesserten Kreislauf nur ein Feigenblatt sind. Da sage ich klar: Ja, wir bieten unterschiedliche Tarife mit und ohne neuem Handy nach zwei Jahren an – das ist heutzutage Standard. Aber jeder Einzelne hat die Wahl, welchen Tarif er wählt und ist verantwortlich für seine Entscheidungen. In unserer Verantwortung liegt es wiederum, den Kreislauf von Smartphones möglichst nachhaltig zu gestalten. Und das tun wir.

Ich selbst werde dazu künftig auch beitragen. Und mir in zwei Jahren genau überlegen, ob es wirklich schon ein neues Smartphone sein muss. Und mein neues in der Zwischenzeit hätscheln und hegen und pflegen.

>> Hier geht es zum Original-Beitrag im Telekom Blog.

2018-12-17T20:51:04+00:00